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Meldung

LEADER Regionalentwicklung Neckartal-Odenwald aktiv e.V.

Abbau der B√ľrokratie im LEADER-Prozess ‚Äď Regionalmanager suchen Antworten in Br√ľssel

Neckar-Odenwald-/Rhein-Neckar-Kreis.

Mit offenen Fragen und Erfahrungen aus der Praxis reisten Mitte Mai rund 50 Regionalmanager von LEADER-Aktionsgruppen aus Baden-W√ľrttemberg, Bayern und Sachsen nach Br√ľssel. Zentraler Inhalt der Delegationsreise war ein Workshop mit Vertretern der EU- und Landesebene im Ausschuss der Regionen. Die Vorstellung des Status quo mit Erfolgen und Herausforderungen der Aktionsgruppen nach Bundesl√§ndern verdeutlichte die grunds√§tzlichen Unterschiede, die bei der Anwendung von LEADER durch Regelungen nach L√§nderrecht entstanden sind. Das Herausarbeiten von St√§rken und Schw√§chen, sowie die Erarbeitung von L√∂sungsans√§tzen zur Vereinfachung des LEADER-Prozesses standen im Mittelpunkt des Austausches. Peter Kaltenegger (Leiter des Referats ‚ÄěDeutschland und √Ėsterreich‚Äú, Generaldirektion Landwirtschaft und l√§ndliche Entwicklung, GD AGRI) stellte sich f√ľr einen Austausch mit den Aktionsgruppen zur Verf√ľgung und zeigte die Einsch√§tzungen der Europ√§ischen Kommission zum Thema LEADER auf.

 

Wo liegt die Ursache f√ľr die hohen, b√ľrokratischen H√ľrden, die das Antragsverfahren mit sich bringt?‚Äú.

 

Die Kernfrage der Regionalmanagements, die das Bindeglied zwischen Antragstellern und EU-F√∂rderprogramm in der Praxis sind, lautete ‚Äěwo liegt die Ursache f√ľr die hohen, b√ľrokratischen H√ľrden, die das Antragsverfahren mit sich bringt?‚Äú.

Nach dem Workshop steht fest, die EU ist daran interessiert, Vereinfachungen wie die Anerkennung eines Referenzpreissystems anstatt der Einholung von drei Vergleichsangeboten, die Zul√§ssigkeit von Abschlagszahlungen bei privaten Projekttr√§gern oder die Zul√§ssigkeit von Kleinprojekten mit vereinfachtem Verfahren durchzuf√ľhren. Der ma√ügebliche Grund f√ľr die hohen b√ľrokratischen Vorgaben der L√§nder, die Gefahr der Anlastung (Hochrechnen von einzelnen Verfahrensfehlern auf ein Vielfaches an Strafzahlungen), m√∂chte die Kommission in Zukunft abschaffen. So dann w√§re es Aufgabe der L√§nder f√ľr Vereinfachungen des Prozesses zu sorgen und das F√∂rderprogramm anwenderfreundlicher zu machen.

 

Wie geht es mit LEADER nach 2020 weiter?

 

Als weitere zentrale Fragestellung der Interessensvertretungsreise stand die Zukunft von LEADER nach Ende der aktuellen F√∂rderperiode 2020 im Mittelpunkt. Die Beratungen √ľber die Mittel der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind derzeit in vollem Gange und noch nicht abschlie√üend festgelegt. Sicher ist jedoch bereits jetzt, LEADER wird nach 2020 weiter bestehen bleiben. Nach dem erst k√ľrzlich beschlossenen mehrj√§hrigen Finanzrahmen, muss jedoch mit einer Mittelk√ľrzung gerechnet werden. Mehr Verantwortung sollen die Mitgliedsstaaten durch einen oder mehrere ‚ÄěStrategiepl√§ne f√ľr die Gemeinsame Agrarpolitik‚Äú erhalten. ‚ÄěDie Verhandlungen sind noch in vollem Gange‚Äú, so Kaltenegger.

Weitere Fachgespr√§che mit Referenten, wie Charlotte Schulte-Hoffmann (St√§ndige Vertretung des Bundesrepublik Deutschland), Eugen K√∂hler (Deutscher Bauernverband), Norbert Lins und Dr. Ingeborg Gr√§√üle (MdEP), Christof Kienel (Fachkommission f√ľr nat√ľrliche Ressourcen im Ausschuss der Regionen) sowie Michael Schmitz (Stv. Leiter des Europab√ľros des Deutschen Landkreistags) und Marl√®ne Sim√©on (Rat der Gemeinden) haben Aufschluss √ľber die gegenw√§rtige Situation des ELER im Finanzhaushalt der EU gegeben.

Dank der Organisation der dreit√§gigen Reise durch die LEADER-Aktionsgruppe Hohenlohe-Tauber in Zusammenarbeit mit der B√ľrogemeinschaft der Europab√ľros der bayrischen, baden-w√ľrttembergischen und s√§chsischen Kommunen ist ein aufschlussreicher Austausch im Zeichen von ‚ÄěTheorie trifft Praxis‚Äú erfolgt. Durchweg sind aussagekr√§ftige Fachgespr√§che entstanden, die von gegenseitigem Interesse an der St√§rkung des L√§ndlichen Raums durch LEADER gepr√§gt waren.