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Meldung

LEADER Regionalentwicklung Neckartal-Odenwald aktiv e.V.

Premiere des inklusiven Theaterprojekts ‚ÄěHierbleiben‚Ķ Spuren nach Grafeneck‚Äú in Mosbach am 17.09.20

Am 17.09.20 ab 11 Uhr ist das inklusive Straßentheaterprojekt des Reutlinger Theater in der Tonne e.V. in Mosbach auf dem Marktplatz zu sehen.
Unter dem Titel ‚ÄěHierbleiben‚Ķ Spuren nach Grafeneck‚Äú nimmt sich das Projekt ein historisch bedeutendes Ereignis zum Anlass. Durch die Begegnung der Darsteller mit Behinderung im √∂ffentlichen Raum wird auch ihre heutige Situation aufgezeigt.
Am 17.09.1940 kamen die ber√ľchtigten ‚ÄěGrauen Busse‚Äú auch nach Mosbach und deportierten Menschen mit Behinderung aus der Johannes-Diakonie nach Grafeneck, darunter zum Beispiel auch die geb√ľrtige Mosbacherin Maria Zeitler. Am Tag der Auff√ľhrung j√§hrt sich dieses traurige Ereignis zum 80. Mal. In der T√∂tungsanstalt Grafeneck wurde Maria Zeitler im Jahr 1940 in der Zeit des Nationalsozialismus neben 10.653 Menschen mit Behinderungen ermordet.
In Anspielung an die "Grauen Busse", die damals zur Deportation dienten, wurden 25 Herkunftsorte der Menschen mit Behinderung in Baden-W√ľrttemberg ausgesucht. Grafeneck selbst ist Teil dieser 25 Orte. Der Bus f√§hrt mit dem inklusiven Ensemble, Requisiten, B√ľhnenbild, Kunstobjekten, etc. direkt vor Ort auf den Marktplatz, um die performative Auff√ľhrung umzusetzen. Unter der Regie von Enrico Urbanek wird das Projekt vom Theater Reutlingen Die Tonne umgesetzt. Bei diesem Projekt verbindet sich Choreografie, Musik, bildender Kunst, Medienkunst und dokumentarischen Elementen. √úber eine facettenreiche Auseinandersetzung zwischen Ensemble und Publikum werden Denkanst√∂√üe gegeben, die weit √ľber Betroffenheit einerseits und Information andererseits hinausgehen. Durch den Einsatz historischer Fakten in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Gedenkst√§tte Grafeneck und lokalen Akteuren wie der Johannes-Diakonie Mosbach, eine der von den Deportationen betroffenen Einrichtungen, wird jeweils ein direkter regionaler und gesellschaftlicher Bezug hergestellt.